Der Schnupfen-Knigge: Darauf sollten Sie achten

Der Schnupfen-Knigge: Darauf sollten Sie achten

Der Schnupfen-Knigge: Darauf sollten Sie achten

Von Lena Ruppert

Die Nase juckt, der Kopf dröhnt: Schnupfen ist überaus lästig und besonders in der kalten Jahreszeit ein häufiger Begleiter. Doch wie fängt man sich Schnupfen überhaupt ein und was sollte man vermeiden, wenn er einen schon erwischt hat?


Rhinitis, so der medizinische Begriff von Schnupfen, ist eine Virusinfektion. Bei einem klassischen Erkältungsschnupfen sind laut der "Deutschen Apotheker Zeitung" humane Rhinoviren (HRV) die häufigsten Angreifer.

 

Laut dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) gehen Schätzungen zufolge zwischen 40 und 75 Prozent aller Erkältungskrankheiten auf das Konto dieser winzigen Viren.

Schnupfen: So stecken wir uns an

 

Hatschi! Wer statt ins Taschentuch einfach in den Raum niest, zieht sich den Ruf als Virenschleuder und den Unmut seiner Umgebung zu Recht zu.

 

Denn durch das Niesen sausen, laut DZIF, Millionen hochansteckende Viruspartikel mit bis zu 160 km/h in die Umgebungsluft. Durch diese Art der Tröpfcheninfektion finden die Viren rasch neue Wirte.

 

Weniger offensichtlich, aber genauso ansteckend ist die zweite Variante: die Schmierinfektion. Bei einem Schnupfengeplagten gelangen die Viren sehr schnell auch auf die Hände und anschließend auf alles, was derjenige berührt.

 

Weil Rhinoviren außerhalb ihrer Wirtszelle mehrere Stunden lang infektiös bleiben können, finden sie auf diesem Weg zahlreiche neue Opfer.

 

Wenn sie mal darauf achten, sind die meisten Menschen selbst überrascht, wie oft am Tag sie sich an die Nase fassen. Auf diesem Weg gelangen die Viren sehr häufig von den Händen über die Schleimhäute ins System.

 

Kein Wunder also eigentlich, dass in der kalten Jahreszeit gefühlt jeder schnupft und leidet. Wie kann man sich schützen?

 

Knigge: So breitet sich der Schnupfen nicht weiter aus

 

Wer sich den Viren nicht kampflos ergeben möchte, der sollte großen Wert auf Hygiene legen. Sich regelmäßig die Hände mit Seife waschen und darauf achten, sich nicht ständig ins Gesicht zu fassen, sind schon wichtige Präventionsmaßnahmen.

 

Unterwegs, etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln, können auch Handschuhe einen gewissen Schutz bieten. Viel Wasser und Tee zu trinken, kann ebenfalls einen schützenden Effekt haben, da so die Schleimhaut nicht austrocknet.

 

Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft und ausreichend Schlaf stärken die Widerstandsfähigkeit des Immunsystems.

 

Übrigens: Zwar bekommt man von Kälte alleine keinen Schnupfen. Dennoch haben Forscher der Yale University School of Medicine 2014 herausgefunden, dass Kälte das Immunsystem des Menschen schwächen und damit die rasche Vermehrung der Viren im Körper fördern kann.

 

Im Vergleich zu 37 Grad Celsius bildeten sich in den Versuchen der Wissenschaftler bei 33 Grad deutlich mehr Viren in den infizierten Zellen.

 

Wer sich warmhält, dessen Körper kann den Viren also mehr Widerstand entgegensetzen, als ein frierender Mensch.

 

Quelle: web.de