Mauerfall vor 29 Jahren: Gedenken Erinnerung mit Kerzen

Mauerfall vor 29 Jahren: Gedenken Erinnerung mit Kerzen

Berlin (dpa) - Berlin erinnert an den Mauerfall vor 29 Jahren. In der zentralen Gedenkstätte an der Bernauer Straße werden am Freitag (ab 14.00 Uhr) Rosen für die Opfer der deutschen Teilung niedergelegt und Kerzen entzündet. In der Kapelle der Versöhnung auf dem früheren Todesstreifen ist eine Andacht geplant. Dazu wird auch der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) erwartet. Zudem werden Schüler aus Norwegen, Frankreich und Deutschland zu dem Gedenken kommen.

 

Anlässlich des Erinnerungstages hat Berlins Regierungschef Müller vor einer neuen Spaltung der Gesellschaft gewarnt. Mit dem Fall der Mauer habe Deutschland den Weg zur Einheit im Namen von Demokratie, Freiheit und Rechtsstaat beschritten. "Deutschland ist ein vereintes Land, das sich als Garant der Menschenrechte begreift. Das soll und muss auch so bleiben", erklärte Müller.

 

Die Einheit sollte eine Einheit in Frieden, Freiheit und Wohlstand für alle sein. "Deshalb lassen wir uns als Demokratinnen und Demokraten diesen Tag nicht von Populisten, Nationalisten und Rechtsextremisten umdeuten", betonte der SPD-Politiker. Er sprach sich gegen Ausgrenzungen aus, "die unsere Gesellschaft von Neuem spalten ...".

 

Die deutsche Teilung dauerte mehr als 28 Jahre. Allein in Berlin starben nach dem Mauerbau vom 13. August 1961 nach wissenschaftlichen Erkenntnissen mindestens 140 Menschen durch das DDR-Grenzregime. An einer Studie, wonach an der deutsch-deutschen Grenze mindestens 327 Menschen ums Leben kamen, kamen jetzt Zweifel auf. Teile des abgeschlossenen Forschungsprojekts sollen überprüft werden.

 

 

Quelle: sueddeutsche.de