Winterlichtfest im Muskauer Park

Winterlichtfest im Muskauer Park

Zum 6. Mal wird Samstag im Muskauer Park zum Winterlichtfest geladen. Die Gästezahlen könnten wachsen, findet doch am selben Tag die Erweiterung des Europäischen Parkverbundes Lausitz statt.

Was diesmal definitiv nicht passieren kann, ist, dass die Schuhe im Schlamm stecken bleiben. Gab es 2017 Nieselregen, hat sich Petrus für das 6. Winterlichtfest im Muskauer Park Folgendes ausgedacht: Am Abend gibt es in Bad Muskau einen wolkenlosen Himmel bei Temperaturen von Minus sieben bis Minus fünf Grad Celsius – so die Wettervorhersage. Also sollten schon mal die warmen Unterhosen und angerauten Unterhemden bereitgelegt werden.

Es braucht die Dunkelheit und es braucht das Licht. Aus beidem zusammen lässt sich eine besondere Atmosphäre erschaffen. Die Fans des Lichterfestes der ersten Stunde wissen das und kommen jedes Jahr wieder. Kein Wunder also, dass die Besucherzahlen von Anfang hoch waren. Für alle, die noch nicht dabei waren, sagt Bad Muskaus Bürgermeister Andreas Bänder (CDU) nur: „Man muss es gesehen haben.“ Auf fünf Touren werden sich die Lampionschlangen ab der Kirchruine, dem Alten Schloss, dem Weltende am Uferweg, dem polnischen Pavillon und der Orangerie ab 19 Uhr in Bewegung setzen.

Die neue Anfangszeit in diesem Jahr (eine halbe Stunde später als üblich) ist der Festveranstaltung zur Erweiterung des Europäischen Parkverbundes Lausitz geschuldet, die ab Nachmittag für geladene Gäste im Neuen Schloss stattfindet. Da die Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau davon ausgeht, dass viele der Gäste auch am anschließenden Winterlichtfest teilnehmen wollen, ist durchaus ein Wachsen der Besucherzahlen möglich. Cord Panning, Geschäftsführer der Stiftung, hat in diesem Zusammenhang eine Bitte: Wer schnell an seinen Lampion kommen möchte, sollte nicht unbedingt die Orangerie auswählen, eben wegen der Festempfangsbesucher.

Ansonsten ist auch in diesem Jahr geplant, dass sich die Lichterschlangen durch den Park bewegen und somit selbst Teil der Illumination werden. In Dunkel- und in Hellblau, Grün, Orange und Rot sind 1000 Lampions bestellt. Einige mehr sind noch aus dem Vorjahr vorrätig. Zusätzliche Farbe kann mit eigenen Lampions ins Spiel gebracht werden. Für weitere Hingucker und Überraschungen sorgen die Irrlichter vom Muskauer Karnevalsverein. Bäume und Sträucher werden dank verschiedenfarbiger Strahler aus dem Dunkel „treten“.Auch das Neue Schloss hat seinen großen Auftritt. Für Flammen und Funken – wieder eine andere Form des Lichtes – sind die Neuhausener Feuerkünstler Ravenchild zuständig.

Für flotten Swing sorgt die German Trombone Vibration aus Berlin. Sie werden bis 21 Uhr auf der Schlossrampe aufspielen. Zu Füßen der Löwen gibt es die kulinarischen Pavillons. Das Kulturhotel, die Kanonenfee Viola, der Freundeskreis Historica , der Förderverein Fürst-Pückler-Park und die Pizzeria La Romantica bieten verschiedene warmen Speisen an, darunter natürlich die Bürgermeisterbratwurst.

Wer wissen will, wo „Garden of Lights“ noch alles eine Rolle spielt, der kann sich die beleuchteten Aufsteller auf der Schlossrampe ansehen. In diesem Jahren werden die Bilder von Gartenanlagen, wo zeitgleich das Winterlichtfest stattfindet, durch Aufnahmen der Mitglieder des Europäischen Parkverbunds komplettiert. Und so sind Bilder aus Brody neben denen von Zarskoje Selo in St. Petersburg, Kromlau oder dem Schlosspark Lunéville zu sehen. Auch im Lazienki-Park in Warschau, dem Schloss Frederiksborg in Dänemark und dem Prinz Gongs Palast in Peking leuchten am Samstag die Anlagen. Und weitere könnten 2019 dazu kommen. Gespräche mit dem National Trust in Großbritannien klingen erfolgversprechend und könnten die Anlagen Stourhead oder Stowe ins Gespräch bringen. Übrigens beides Anlagen, die Fürst Pückler kannte, als er in England weilte. Aus den USA könnte sich Monticello, das Landgut des Präsidenten Thomas Jefferson, in die Lichterkette einreihen.

Dass das Fest so weit ausstrahlen kann, liege laut Cord Panning auch darin, dass es vor Ort so gut verankert ist. Dem kann Piotr Kuliniak, Bürgermeister von Leknica, nur zustimmen: „Für die Mitarbeiter, die dabei sind, ist das keine Pflicht, sondern ein Vergnügen.“

Auch in diesem Jahr muss für das Winterlichtfest kein Eintritt gezahlt werden. Wer möchte, kann an den Ausgabestelle der Lampions eine Spende abgeben. Das Geld kommt dem Aufbau der Exedra-Bank im Badepark zugute. Diese soll am Sonnabend, dem 27. Oktober, eingeweiht werden.

Quelle: lr-online, sz-online