Damit Shopping zum Erlebnis wird - "Erlebnis Innenstadt"

Damit Shopping zum Erlebnis wird - "Erlebnis Innenstadt"

Damit Shopping zum Erlebnis wird

 

Weißwasser. Wie wichtig es ist, Einkaufen zum Rund-um-Erlebnis zu machen, hat sich erst vor wenigen Tagen in Weißwasser bewahrheitet. Unter dem Motto "Erlebnis Innenstadt" stand diesmal der verkaufsoffene Sonntag. Gabi Nitsche

Zum ersten Mal seit langem war es den Organisatoren gelungen, die Händler nicht nur von einheitlichen Öffnungszeiten zu überzeugen, sondern auch davon, sich von einer anderen Seite zu zeigen. Dabei unterstützten Wirtschaftsförderer Thorsten Rennhak und das Projekt-Team von "Perspektive(n) Weißwasser". Anett Felgenhauer, Andrea Stephan und Christine Lehmann gehören dazu. Letztere hat das Feedback der Händler eingeholt und sagt: "Es ist super angekommen." Im Vorhinein hätten einige das Motto belächelt, mussten dann aber eingestehen, dass es tatsächlich ein Erlebnis war. Denn das Team half nicht nur mit Reden und Tipps geben, sondern bespielte vier leer stehende Läden. Für die jüngsten Stadtbummler gab es ein Kinderkino und einen Spielzeugtrödelmarkt. Eine Ausstellung "Weißwasser zu Zeiten der Industrialisierung" war zu sehen, und beim "Wohnzimmerkonzert" von Schülern und Lehrern der Kreismusikschule Dreiländereck bekamen Musikinteressierte etwas auf die Ohren. Und das alles hinter Schaufensterscheiben, die ansonsten verwaist sind. "Die Leute haben uns sozusagen die Buden eingerannt. Das war schon eine sehr außergewöhnliche Atmosphäre." Es war genau das passiert, was man sich erhoffte: Die Menschen waren zu Fuß unterwegs, sie bummelten durch die Geschäfte. "Auch wenn nicht gleich überall gekauft wurde, so setzen wir gemeinsam auf Nachhaltigkeit, was nichts anderes bedeutet, dass die Leute geguckt haben, wissen, was es gibt und später einkaufen kommen. Aber es gab auch Händler, die mir berichteten, sie hätten am Sonntag den Umsatz gemacht, den sie sonst in einer Woche haben", so Christine Lehmann. Auch Thorsten Rennhak hat dieses Feedback von Händlern erhalten, sagt er. "Für mich geht es bei der Sache auch um Wahrnehmung. Denn viele Einwohner nehmen im Alltag gar nicht wahr, was so alles angeboten wird, sagen einfach: es gibt nichts. Und das stimmt ja so überhaupt nicht. In den Geschäften kann man alles ‚anfassen', und was nicht da ist, da kann vieles von ihnen geordert werden."

Quelle: lr-online