Wir retten den Regenwald – und wer rettet unsere Innenstädte?

Sei genial - kauf lokal

Die gute Nachricht zuerst:
In Schlangen gibt es bei den Ladenlokalen aktuell keine Leerstände! Das hat Gründe: Der Ortskern ist attraktiv, die Vielfalt der Geschäfte, das persönliche Klima, kostenfreies Parken... hier kann man sich wohlfühlen und hier kauft man gerne ein.  Das ist nicht selbstverständlich.

Man braucht nicht weit zu fahren um Kommunen zu sehen, in denen es in den Innenstädten völlig anders aussieht.  Leerstände und Einkaufszentren am Rande der Innenstädte lassen manche Ortskerne langsam aber beständig veröden. Das will eigentlich keiner, aber was ist zu tun? Was kann man in Schlangen tun, damit diese derzeit von einigen als "komfortabel" beschriebene Situation auch so bleibt?

"Rechtzeitig vorsorgen" - das gilt in allen Lebensbereichen.
Das Einkaufsverhalten ändert sich. Wer wissen will, wie sich die Welt verändert, darf seine Gespräche nicht nur mit 50 jährigen führen: Die 15jährigen können da manchmal durchaus eine bessere Quelle sein. Heute glauben doch schon viele Jüngere, dass Geschäfte nur erfunden wurden, weil es damals das Internet noch nicht gab.

Produkte sehen, anfassen, fühlen, probieren, dabei eine fundierte und ehrliche Beratung zu bekommen: Das scheint vielen Mitmenschen heute schon gar nicht mehr so wichtig zu sein. Ein paar Klicks im Internet und schon ist das gewünschte Paket zu mir unterwegs. Dass dann viele Einzelhändler in den Innenstädten aufgeben müssen ist doch logisch – oder? Viele Leerstände in immer mehr Orten scheinen das doch zu bestätigen - oder?  

Das ist vielleicht zu kurz gedacht
In Umbruchzeiten schlägt schon mal ein Pendel extrem zu einer Seite aus. Aber es kommt auch wieder zurück. Das Internet ist nämlich nicht für die „Multis dieser Welt“ reserviert. Es bietet auch für alle regional tätigen Gewerbetreibenden große Chancen. Das erkennen auch immer mehr kleine und mittlere Unternehmen. Sie werden aktiv. Sie schließen sich zusammen. Sie nutzen das Netz als Werbe- und Verkaufskanal. Aktionen wie „Lass den Klick in Deiner Stadt“ oder „Hier lebe ich, hier kaufe ich ein“ sind nur zwei Beispiele von vielen regionalen Aktionen.

Aber Appelle allein reiche nicht: Das Netz kann man sehr gut als Werbe- und Verkaufskanal nutzen. Das Internet wird zum Schaufenster – für Produkte, Dienstleistungen und auch für Expertenwissen. So wird die Kundschaft informiert und zu einem Besuch im Geschäft angeregt.

Auch die „Smartphone-Generation“ muss die Chance haben den örtlichen Händler, Dienstleister, Handwerker und Arzt aus ihrem Ort im Internet zu finden. Und so sagt doch eine alte Regel: „Sorge tragen, dass man vom Kunden gefunden wird – das ist erste Händlerpflicht“.

Klappern gehört zum Handwerk
Darum gingen Anbieter schon immer auch auf Märkte und das darf heute im Internet-Zeitalter nicht anders sein. „Da sein wo die Kunden sind“. Das ist eine der wichtigsten Aufgaben jeder Werbung. Ob in früheren Zeiten mit Plakaten auf Litfaßsäulen an den Hauptkreuzungen, ob mit Bannerwerbung im Stadion oder eben heute auch auf den Smartphones dieser Welt und dabei vor allem auch auf denen im eigenen Ort!

Man kann seine Produkte natürlich auch selbst über einen Online-Shop vertreiben (und viele tun das ja auch schon). Noch viel interessanter wird es aber, wenn dieses Angebot mit dem Service vor Ort verknüpft wird. Das haben sogar die Multis erkannt und deshalb sind immer mehr Online-Händler inzwischen auch wieder mit Läden in vielen Innenstädten präsent.

Welche genialen Vorteile das hat ist einleuchtend: Reale Geschäfte sind attraktiv und der Einzelhandel kann tatsächlich oft weit mehr Service bieten, als das jeder Online-Shop jemals könnte. Hier kann man Kleidung anfassen, in Schuhe hinein schlüpfen, mit dem Fahrrad eine Runde drehen und sich dabei kompetent beraten lassen. Dabei kann man nebenbei auch noch mehr Bekannte treffen als vor dem besten PC.

Die „Geiz ist Geil“ Zeit ebbt (glücklicherweise) deutlich ab. Kunden schätzen ein Gesicht zum Produkt, erlebbare Kundennähe, Vertrauen, ein gutes Bauchgefühl, Beständigkeit und den Service vor Ort.

Der ganz persönliche Internet-Marktplatz
Es gibt einen wunderwaren Trend, den es zu unterstützen gilt: Immer mehr Menschen machen sich im Internet "schlau", kennen Produkte und Leistungsunterschiede,  kaufen aber dann vor Ort ein. Schon mancher Verkäufer war erstaunt zu erleben, wie gut manche Kunden über die Produkte, die Leistungen, die Preise und auch die direkten Mitbewerber Bescheid wissen. Der aufgeklärte Kunde ist keine Seltenheit mehr. Gekauft wird aber dann tatsächlich wieder mehr vor Ort - und das ist gut so.

So kaufen z.B. auch inzwischen immer mehr Menschen Produkte mit Hilfe des Internet bei ihrem Händler vor Ort und holen die Ware vielleicht auch sogar persönlich ab. Da wartet man auch nicht eine Woche vergeblich auf seine Bestellung, weil niemand zu Hause war, der das Paket in Empfang nehmen konnte…

Und Kunden, die den Vor-Ort-Online-Service nutzen, können auch die Reaktion erleben, wenn der Schuh dann doch nicht passt oder bei einem Buch doch der falsche Titel bestellt wurde. Da ist die Umstellung wirklich kein Problem. Retoursendungen, Neubestellungen, Wartezeiten müssen vielleicht gar nicht sein.

Hier kann der örtliche Handel seine klassischen Tugenden zeigen: Starker Service, Fachkompetenz und Verlässlichkeit. Das tut dem Geschäft gut, das erhält und schafft Arbeitsplätze, sichert Gewerbesteuern für die Gemeinde und bewahrt unsere liebenswerten Innenstädte.

„Gelegenheit ist überall, man muss sie nur erkennen“.
Der britische Geschäftsmann und Multimillionär Sir Charles Clor (1905-1979) hat das schon vor vielen Jahren zu Recht gesagt und das hat bis heute nichts an Aktualität verloren.


…und um den Regenwald können wir uns ja trotzdem noch kümmern.


Herzlichst Ihr
Wolfgang Hentschel

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