Noch einmal: Schlurvi zum Dritten!

Jochen Burchart vom Dorfmuseum Schlangen zur Schluvi Auswilderung

Nach Jürgen Reuter, Leiter des Schlänger Rot-Kreuz-Museums, hat sich nun auch Jochen Burchart, Leiter unseres Dorfmuseums, gemeldet und unseren Artikel vom 01. April sehr schön kommentiert. Er schreibt:

Betr.: Schlänger Urviech „Schlurvi“

Mit Freude und einer gewissen Genugtuung habe ich das plötzlich erwachte Interesse der Schlänger Öffentlichkeit am Fortbestand, oder besser: der Neuzüchtung einer Schlurvi-Population zur Kenntnis genommen, nachdem das einzig bekannte Exemplar zehn Jahre lang im Dorfmuseum einsam dahin vegetiert hat.

Bis es so weit ist, müssen aber noch einige biologische Probleme gelöst werden:
Vom Schlurvi gibt es weder befruchtungsfähige Ei- noch Samenzellen. Also kommt nur Klonung in Frage. Dann wäre ein geeignetes Muttertier zu finden. Da einer der Ur-Vorfahren des Schlurvi die Balearenziege ist, käme vielleicht eine Geiß in Betracht.

Um weitere Nachkommen zu züchten, wäre das Thema der Fruchtbarkeit bei Mischwesen zu klären.
Es ist ja bekannt, dass Pferd und Esel zwar gekreuzt werden können, aber die Nachkommen, Maultiere und Maulesel, selbst unfruchtbar sind.

Bleibt noch das Thema Wolfsschutz.
Der Vorschlag von Jürgen Reuter, die Schlurvi-Welpen mit einem Rot-Kreuz-Emblem zu kennzeichnen, ist nur dann wirksam, wenn die Sennewölfe der Rotkreuzkonvention beigetreten sind. Wenn nicht, sollten umgehend Verhandlungen mit der Rudelführung aufgenommen werden.

Das Rote Kreuz könnte im Fell der Schlurvi(echer) angebracht werden, indem die Umgebung des Kreuzes ausrasiert wird und nur das Kreuz stehen bleibt. Mit einer solchen Maßnahme könnte auch das Schlänger Frisörhandwerk nachhaltig gefördert werden, da die Freiflächen immer wieder nachrasiert werden müssen.

Es gibt allerdings eine sehr wirkungsvolle Alternative zur Wolfsabwehr:
Das einkreuzen von Genen des sogenannten Pfeilgiftfrosches. Diese signalisieren mit ihrer grellen Färbung ihren Feinden: "Vorsicht, ich bin ungenießbar!" Und das ist nicht nur ein leeres Versprechen. Denn die in Süd- und Mittelamerika lebenden Frösche besitzen Hautsekrete, die zu den stärksten tierischen Giften gehören. Wenn ein Wolf einmal ein solches Schlurvi probiert hat wird er in Zukunft einen großen Bogen um dieses machen.

Der Schlurvi im Dorfmuseum Schlangen

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Der Artikel am 01. April lautete "Schlurvi in Gefahr", siehe hier

Der Bericht von Jürgen Reuter erschien am 08. April unter der Überschrift:
Unsinn mit Fortsetzung / Noch einmal "Schlurvi in Gefahr", siehe hier

Bildquellen: © w.hentschel / Dorfmuseum, © Dorfmuseum / Dorfmuseum - Detailangaben zu den Bildquellen