Neue, schnelle Ortsverbindung von Oesterholz nach Berlebeck

Die Planungen für den Tunnelbau Gauseköte werden konkret

In der jetzt geltenden Fassung des Bundesverkehrswegeplans, des zentralen Plans zum Neu- und Ausbau überregionaler Verkehrswege in Deutschland wird endlich ein schon lange geplantes - überregional bedeutendes - Verkehrsprojekt konkret angegangen.

Das wird auch Zeit, denn seit genau 70 Jahren gehört Lippe nun zu Nordrhein-Westfalen. Mit einem Festakt haben das Land und der Kreis Lippe am Samstag 21.01.2017 die Vereinigung gefeiert. Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren auf Einladung von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) und Landrat Axel Lehmann (SPD) ins Detmolder Landestheater gefolgt.

Am Rande fanden Gespräche dazu statt, dass leider für viel zu viele Politiker in Düsseldorf die Sicht auf das östliche Westfalen viel zu lange immer noch in Bad Lippspringe aufzuhören schien. Schlangen und der „Rest von Lippe“ kamen bisher in vielen Köpfen einfach nicht als Landesteil von NRW vor.

Als Wiedergutmachung sollen die in der letzten Zeit beschlossenen Fördermittel für OWL und Lippe aber noch längst nicht alles gewesen sein. Jetzt soll auch eine schnelle Straßenverbindung zwischen dem alten Preussen und dem alten Fürstentum Lippe gebaut werden.

Direkt von der B1 soll ein Anschluss zur Fürstenallee gebaut werden. Daran schließt sich zwischen den Ortsteilen Oesterholz (Schlangen) und Berlebeck (Detmold) eine völlig neue Ortsverbindung an. Kernstück wird dabei sein, dass zukünftig die so genannte Gauseköte in einen Tunnel mit einer Länge von 4.800 Meter unterfahren werden kann.

Dieses teure und schon lange vorgesehene Projekt konnte nicht eher planerisch angegangen werden, da im „Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur“ von Bundesminister Alexander Dobrindt alle Abteilungen nur mit dem für ihn so wichtigen Thema „Einführung der PKW Maut“ beschäftigt waren.

Doch jetzt kann es angegangen werden: Im Vorfeld der weiteren "Gauseköte-Planungsmaßnahmen" konnten schon einige sehr wichtige Dinge geklärt werden:

1. Für die Ostseite der neuen Trasse soll im Bereich von Kuhlmeiers Biohof eine großzügige Rastanlage mit einem nachhaltigen Getränke und Speiseangebot entstehen.

2. Für die Westseite und die Versorgung der Bauarbeiter während der Bauphase soll das Fürstliches Forsthaus Kreuzkrug ausgebaut werden. Dieses Haus hat eine lange Tradition. Dem  ehemaligen Forsthaus wurde Anfang des 18. Jahrhunderts ein Krugprivileg erteilt. Seit Anfang des 20.Jahrhunderts wird er als Gaststätte genutzt.

Stephan Prinz zur Lippe ist von den Ergebnissen der Vorplanungen hoch erfreut, zumal sein Gasthof schon jetzt davon profitiert. Da von hier demnächst auch die Tunnel-Bauarbeiter die Schlänger Quartiere per Fahrrad erreichen sollen, konnte der dafür notwendige Versorgungsradweg schon im letzten Jahr gebaut und in Betrieb genommen werden.

Übrigens: Schlangen verfügt derzeit über 9 Übernachtungsquartiere: 1 Gasthof mit Zimmer, 1 Campingplatz, 1 Pension und 6 Ferienwohnungen.

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